Die Kurzwoche nach dem Maifeiertag gestaltete sich für die Schülerinnen und Schüler der Heinz- Barth-Schule besonders. Für drei Tage wurde der Stundenplan bei Seite geschoben und Projekttage zum Thema „Kräfte und ihre Wirkungen“ in jahrgangsgemischten Gruppen durchgeführt. Dass manch ein Kind sich mit dem Thema bereits auseinandergesetzt hat und seine Kräfte ausprobiert ist das eine, das Thema aus verschiedenen naturwissenschaftlich-technischen Blickwinkeln zu untersuchen, das andere.

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Bevor es tatsächlich in die Projekttage ging, war jedoch einiges vorzubereiten: Bereits im Dezember und Februar bildete sich das Lehrerkollegium in zwei Veranstaltungen fort. Frau Ehlermann vom KIT (Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt und Schülerlabore) führte in das Thema Naturwissenschaftliches Arbeiten im Sachunterricht“ im Allgemeinen ein um dann den Bogen zu „Kräfte und ihre Wirkungen“ zu spannen. Das Lehrerkollegium hat sich darauf für die Projekttage zwölf Themen überlegt, unter anderen die Luftdruck-Rakete, Zylinder mit Unwucht, verschieden Mobile, das Karussell der Wackeldackel, das Gummibärchen-Katapult, das Auto mit Gummiantriebswelle, aus denen die Kinder drei Angebote wählen konnten.

Am 25. April zierten zahlreiche Reisetaschen und Trolleys den Musiksaal der Heinz-Barth-Schule. Grund hierfür war der bevorstehende Schullandheimaufenthalt der Viertklässler. Nach reichlichen Verabschiedungen stiegen 21 Mädchen und 20 Jungen gespannt und gut gelaunt in den Reisebus. Das Fahrziel war die nicht unbekannte, aber nur über enge Wege zu erreichende „Aschenhütte“ zwischen Unterem und Oberen Gaistal, die wir Dank unseres geschickten Busfahrers Andreas um 10.15 Uhr erreichten.Nach dem Entladen des Busses verteilten Frau Schweppe und Herr Hoffmann ihre Kinder auf die Zimmer der Jugendherberge. Frau Asselborn, die als Begleitperson mitfuhr, war hierbei eine große Hilfe. Fleißig bezogen wir nun unsere Betten. Schon dabei entwickelten manche einen Bärenhunger auf das Mittagessen. Dieses bewies sich wie alle Speisen über die gesamte Aufenthaltsdauer als sehr delikat. Voller Tatendrang ging es anschließend an das Nachmittagsprogramm. Robert Falkenberg, Leiter der Faunus Wildnisschule, begrüßte uns und bereitete uns auf die folgenden beiden Tage vor. Die Spannung stieg mit jeder Aktion, die Robert und sein Mitarbeiter Jürgen vorstellten. 

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Nach Einteilung der Kinder in zwei Gruppen ging es endlich in den Wald. Das Thema Feuer loderte an diesem Mittag um uns herum.
Zu Beginn sammelten wir uns bei einer Lichtung, machten es uns bequem und wurden sehr ruhig, wie wir es im Unterricht nicht immer schaffen. Unsere Gruppen nahmen unheimlich viele interessante Geräusche wahr. Viele meinten, dass das besonders entspannend sei. „Jetzt brauchen wir Zunder, um später das Lagerfeuer entfachen zu können“, flüsterte Jürgen in die Runde. Alle suchten gewissenhaft nach leicht brennbaren Stoffen. Blätter, dünne Äste, getrocknetes Gras und Tannenzapfen wurden zusammengetragen. Birkenrinde jedoch ist der beste Zunder und brennt ziemlich schnell und intensiv. Den
Zunder gut in den Rucksäcken verstaut zogen wir weiter, um Brennholz zu sammeln. Dies schleppten wir zur Feuerstelle bei der Aschenhütte und machten mit dem gesammelten Anfeuermaterial kleine Flammen, die sich prächtig entwickelten. Das Brennholz darauf gelegt und schon war das Lagerfeuer auch aus der Ferne zu bewundern.

Initiiert vor vielen Jahren von dem Geologen Jörg Schneider kümmert sich das „Werkbüro Boden“ aus dem württembergischen Beuren mit dem Projekt „Farben der Erde“ mit großer Hingabe um das Thema „Boden“, verknüpft es nicht nur Wissenschaft und Kunst, sondern bildet und erzieht zu einem nachhaltigen Umgang mit der Natur und der Umwelt. Ein solches Projekt führen folgerichtig dann auch ein Naturwissenschaftler und eine Künstlerin durch. Ausgangspunkt des Projektes ist der Boden, auf dem wir stehen. Es handelt sich nicht nur um verschiedenartige aufeinander lagernde Schichten, sondern auch um Lebensräume, Wasserspeicher, Werkstoffe usw. 

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Gespannt, was der Ausflug am 12.04.2018 nach Baden-Baden bringen würde, trafen sich die 25 Kinder der 4a bereits um sieben Uhr in der Aula der Heinz-Barth-Schule. Kurzfristig hatte sich die Gelegenheit ergeben, das dortige Toccarion zu besuchen. Den Transfer zum Festspielhaus Baden-Baden, in dem sich die Räume des Toccarions befinden, übernahmen spontan fünf Eltern.
Pünktlich um 8 Uhr empfing Nordrun Münchgesang-Altinger, studierte Musikerin und selbst in Wettersbach wohnhaft, die Viertklässler in dem altehrwürdigen Gebäude. Noch schnell die ABS-Socken übergestreift, damit der Besuch am Gebäude keine Spuren hinterlässt, und los ging es.

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„Muss die eigentlich mein Kostüm anhaben?“

Narrenmarkt2018

Unterricht war am vergangenen Freitag, den 09.02.2018, ein Fremdwort. Zahllose kleine und große 

Narren hatten in der Frühe die Schule gestürmt und den ganzen Tag über besetzt gehalten. Das
Kollegium hatte wohl schon etwas geahnt und sich auf die Unmöglichkeit von Unterricht an diesem
Tag vorbereitet. Donut-Competition, Kostüm-Laufsteg, Klassenbrunch, Polonaise und … und … und…
brachten den gewohnten Unterrichtsbetrieb etwas durcheinander. Manche Eltern unterstützten uns
mit Vollwertkost (Gummibärchen und Popcorn), der Förderverein wie gewohnt mit Donuts. Herzlichen
Dank dafür!
„Naja, sei´s drum. Kurz vor den Faschingsferien ist es jetzt auch egal“, wird sich der
Schulleiter, Herr Albrecht, gedacht haben, zog sein Perücke auf und schrie in die Runde „Heinz-
Barth-Helau!“.
Mit gemeinsamen Beginn und Ende wurde dieser Tag eingerahmt. Diese Gelegenheiten der etwas
anderen Schülerversammlung ließen sich die Klasse 1A unter Leitung von Frau Koch und die Klasse
2A unter Leitung von Frau Rosebrock nicht nehmen, ihre begeisternden Auftritte vom 6.
Wettersbacher Narrenmarkt nochmals zu zeigen.
Unsere Schülerinnen und Schüler und auch wir Lehrer genossen die ausgelassene Stimmung sichtlich.
Leider (oder zum Glück?) gibt es das nur einmal im Jahr!

Das PDF-Dokument mit allen wichtigen Informationen für den Schulanfang können Sie hier herunterladen: Download

Naja, ein bisschen wärmer hätte es beim Wintersporttag am vergangenen Mittwoch schon sein können, als sich ca. 220 Schülerinnen und Schüler samt dem Lehrerkollegium und etlichen Eltern in fünf Reisebussen Richtung Ruhestein in den Hochlagen des Nordschwarzwalds auf den Weg machten. Dort
erwartete uns wie vor zwei Jahren eine Winterlandschaft unter blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein. Ideale Bedingungen also, um auf dem Rodelhang am Ruhestein Schlitten zu fahren.Nun muss man so einen Wintersporttag gut vorbereiten, damit es auch was wird. Allerdings kann bei der derzeitigen Wetterlage so eine Veranstaltung nicht langfristig geplant werden. Es braucht dazu eine stabile, überschaubare Winterwetterprognose. Und dann benötigen wir ein Busunternehmen, das fünf Busse entsprechend kurzfristig zur Verfügung stellen kann, denn immerhin müssen fast 250 Personen transportiert werden. Vor allem braucht es aber ein dynamisches Lehrerkollegium und einen flexiblen Förderverein, die bereit sind, eine so kurzfristig geplante Großveranstaltung mitzutragen. Große Klasse!

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